Wie alles begann



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Okay, ihr wollt also eine Geschichte hören ja? Ihr wollt Spannung, Dramatik und unendlich erschütternde Tragik? Ihr wollt mitfiebern, mithoffen und ein überraschendes Ende erleben? Wenn dem wirklich so ist, muss ich euch leider enttäuschen. Eine Bandbiografie eignet sich nicht wirklich dafür. Und wisst ihr, warum? Genau, ihr kennt das Ende bereits! Für alle, die ich noch nicht demotivieren konnte, geht’s dann nun wohl los mit dem eigenltichen Thema.
„Wie zur Hölle konnte das denn passieren?!“
Bevor ich jedoch wirklich anfange, noch ein kleines, alles hinauszögerndes Vorwort. Ich, sprich der Autor, bin auch gleichzeitig der Gitarrist der Band. Wenn sich in meiner Geschichte also diverse Drummer- und Bassistenwitze sowie selbstverherrlichenden Darstellungen meiner Person wiederfinden, ist dies absolut und ohne jeden Zweifel zu glauben bzw. als grundlegende Wahrheit hinzunehmen. Für alle, die dies nicht tun sollten (Drummer und Bassisten zum Beispiel): Tut mir leid.

Alles fing also 2002 damit an, dass Steven und Benne sich beim Fußball kennen lernten und dann da eben so den ganzen Tag Fußball spielten. Zumindest vermute ich, dass sie den ganzen Tag Fußball spielten, weil zu diesem Zeitpunkt kannte ich die beiden noch nicht und alles, was ich hier sage, soll schließlich vollkommen objektiv und nichts als die Wahrheit sein. Ich mit meinen stolzen 12 Jahren, lernte unterdessen unermüdlich und den ganzen Tag für die Schule (Drummer und Bassisten lesen bitte die letzten 8 Worte des vorherigen Satzes noch einmal). Wen es interessiert, wie alle Kinder dieser Generation war unser Leben sonst durch Videospiele, Fernsehserien und das Sammeln von Pokemon- sowie Yu-Gi-Oh-Karten bestimmt. Da man sich als Sechstklässler an einer Grundschule für besonders groß, schlau und mächtig hielt, hat es natürlich auch riesigen Spaß gemacht die Kleinen aus den unteren Klassen zu unterdrücken.

Jedenfalls war es 2003 dann auch mal soweit. Neue Schule, neues Glück (Grundschule -> Gymnasium). Wir natürlich alle ganz chillig und cool und dachten uns, da wir ja so ganz lässig und in einer Klasse sind, kann man ja mal Kumpels werden. Zu dritt ist man schließlich drei mal cooler als alleine bzw. 1,5 mal cooler als zu zweit (logisch). Und was macht man, wenn man so saucool ist? Richtig! Dasselbe wie vor einem Jahr: Man spielt Videospiele und guckt Fernesehserien. Nur die Pokemonkarten vielen nun weg, da Pokemon und cool ja mal so gar nicht geht und is ja auch voll kindisch und so. Mit der Zeit musste man auch feststellen, dass man nun nicht mehr zu den Großen zählt und sich die Stenkereien nun auch erledigt haben, weil man immer verliert. Generell war man auch nicht mehr so superklug wie an der alten Schule, und von den älteren Jahrgängen wollte sich der Respekt auch nicht so recht einstellen. Blöd. Aber natürlich war man trotzdem saucool, schließlich war man zu dritt und wenn die alle wüssten und huihui.

Steven hatte irgendwannn dann erstmal die Nase voll und war ne ganze Weile mit anderen saucool. Benne und ich uns also gedacht, wie kann man zu zweit noch so cool sein wie man zu dritt war? Richtig! Man macht einfach weiter wie bisher und spielt Videospiele! Gute Idee! Nur stellte sich zu der Zeit eine kleine Veränderung ein: Man fing an Mama die Gitarre zu klauen und die Zeit bis zum Tod etwas musikalischer zu gestalten. Benne begleitete ungefähr zur selben Zeit seinen Bruder beim Kauf einer supercoolen E-Gitarre und entschied sich spontan dafür, nen Bass zu kaufen, weil Bruder 1 spielt Gitarre und Bruder 2, weil grad genug Geld dafür vorhanden, dann halt Bass. Cool! Also gründet man nun ne Band und fängt an, den ganzen Tag zu üben wie ein Besessener? Nein! Man macht weiter wie bisher und spielt hauptsächlich Videospiele (logisch)! Blöd nur, dass das nich mehr den gleichen Effekt brachte. Also, immer öfter mal zusammen gesetzt und Songs geschrieben. Den ersten nach 3 Monaten Spielzeit. Ja, ja, schon nach drei Monaten, ganz richtig gehört meine Damen und Herren. Okay der war jetzt auch noch... „verbesserungswürdig“... „ausbaufähig“ ...und Mama und Papa fandens auch ganz toll was die Kleinen so gemacht haben. Um offen zu sein: Scheiße wäre zuviel des Lobes gewesen. Aber heidewitzga, was waren wir stolz! Es war ein Scheißlied aber ich meine, UNSER Scheißlied! Während man also so weiter vor sich hin musizierte und sich evilige Bandnamen ausdachte (man hatte inzwischen den Metal mit seiner Evilheit für sich entdeckt), verlagerte sich die Ausschüttung von Glückshormonen immer mehr von Videospielen hin zur Musik. Dummerweise zogen wir daraus keine Schlussfolgerungen und verbrachten die meiste Zeit weiterhin damit, uns gewohnheitsmäßig vor dem Fernseher zu langweilen. Das Ende vom Lied war dann, dass sich unsere Wege auch irgendwann trennten. Drei beste Freunde hatten nicht mehr viel miteinander zu tun und so lernten alle einen ordentlichen Beruf, gingen Sonntags artig zum Kegelklub und lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Nicht gut? ...Band? ...Trinity? Ach, Scheiße, ich vergaß, ihr Schlitzohren kennt das Ende ja bereits. Nun gut, weiter geht’s.

Während Benne nun bei einer Band names Medical Carnage einstieg, mit der er und seine Mitglieder böse „Mäddlmusik“ spielten, stellte sich heraus, dass Steven zufälligerweise mit Schlagzeug spielen anfangen wollte. Wie passend! Also, auf auf Band gegründet, Basser (nicht Benne), Sängerin und zweiten Gitarristen mit rangeschafft. Die Songs waren stilmäßig so emotionale Rockballaden. Da stehen die Frauen drauf und somit wäre man ja auch wieder saucool (logisch). Nun noch schnell nen emotionalen Namen ausgedacht „My Fallen Angel“ und losgelegt. ROCK'N ROLL BABY!!! Aber immer schön emotional klar? Nun wie sich mit der Zeit herausstellte, waren Steven und ich mit der Gesamtsituation unzufrieden weil irgendwie war alles doch nicht so cool und holla die Waldfee wie gedacht. Deswegen wurde die Band dann ganz unemotional aufgelöst. Zufälligerweise stieg Benne einige Zeit zuvor auch bei seiner Band aus, da ihm der Stil zu sehr „only Mäddl“ war.

Also wurde im Sommer 2008 Benne rekrutiert, um ne Band zu gründen, wir waren wieder vereint. „Back to the roots“ sozusagen, nur, dass jetzt jeder ein Instrument spielen konnte (Schicksal würden die Gläubigen unter uns das wohl nennen). Da wir wussten, dass wir wohl ewig zu dritt bleiben würden (das Improvisationskonzept war zunächst eine daraus resultierende Notlösung), überlegten wir uns nun, wie man zu dritt cool und dabei noch gut aussehend Musik machen könnte, wodurch wir schließlich auf die Idee einer Jam-Band kamen. Mit „Trinity“ wurde dann auch noch ein saucooler, weil passender Name gefunden und somit ging die Action auch schon los. Proben, einige kleine Konzerte, wieder proben und dann die erste Demo. Das ist dann wohl unser heutiger Stand. Und für alle die sich jetzt denken „hätte man dass jetzt nicht auch mit 5 Sätzen schreiben können?“: Klar könnte man, habe ich aber nicht und trotzdem habt ihrs gelesen, cool ne? Okay vielleicht noch ne saucoole, weil völlig sinn- und zusammenhangslose Belohnung für alle die tatsächlich bis hier hin gekommen sind. Dieser Text umfasste schließlich 1174 Wörter und das muss gewürdigt werden.

-> Reisen kann so schön sein: http://i31.tinypic.com/os48za.jpg

Ich bzw. wir (scheiß Demokratie) bedanken uns fürs lesen und wünschen noch einen angenehmen Tag. Salute!
 
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